Schulden belasten die Haushalte erheblich

Statistisch gesehen ist jeder zweite Haushalt verschuldet. Und jedem vierten Haushalt droht sogar die Überschuldung. Doch warum ist das so? Und vor allem warum hat dieser Zustand in den letzten Jahren so extrem zugenommen? Die Haushalte haben den subjektiven Eindruck, dass seit der Einführung des Euros kein Geld mehr übrig bleibt, das gespart werden kann. Eine Befragung der Haushalte ergab demnach, dass wenn im Haushalt Geräte wie Waschmaschine oder Trockner oder gar das Familienauto, nicht mehr funktionieren, dann wird die Reparatur oder gar ein Ersatz ohne ein Darlehn oder Ratenkauf nicht möglich sein, eben weil die Haushalte kein Geld mehr auf die hohe Kante legen können. Die Situation der Haushalte verschärft sich dabei immer mehr, heute reicht oft ein Job nicht mehr, um die Kosten der Haushalte zu decken. Wer also ein Darlehn oder eine Ratenkaufverpflichtung eingegangen ist, hat somit automatisch Schulden. Schulden zu haben, das sei hier mal erwähnt, ist kein Makel, schlimm wird es nur, wenn die Verpflichtung zur Rückzahlung nicht mehr möglich ist, weil unvorhergesehene Ereignisse wie Arbeitslosigkeit, die heute fast jeden Treffen kann, das Einkommen der Familie so stark mindert, dass nur noch die dringendsten Ausgaben getätigt werden können. Statistisch nicht erfassbar sind die privaten Schulden, also wenn man sich Geld von Freunden oder Verwandten geliehen hat. Experten schätzen, dass diese Form der Schulden immer mehr zunimmt. Schulden haben heißt also, im Prinzip nur das sich jemand Geld geliehen hat, um irgendwelche Anschaffungen zu machen. Nicht berücksichtigt sind die Haushalte, wo das Einkaufen krankhaft gesteigert ist.